VDAT klärt auf: Freies Zubehör gefährdet Gewährleistung grundsätzlich nicht

Pressemitteilung 03.06.2009

Unbenanntes Dokument VDAT klärt auf: kein genereller Garantieverlust bei Verbau von freiem Zubehör
  • Ein genereller Ausschluss der Gewährleistungsrechte des Käufers durch
    den Fahrzeughersteller oder den Fahrzeugverkäufer ist nicht möglich

  • Kundenverunsicherung der Hersteller hat „System“ – mit Nachteilen für
    die Tuningbranche


Immer wieder werden Endkunden durch unzutreffende Aussagen einzelner Vertragshändler und Fahrzeugverkäufer verunsichert: der Fahrzeughersteller würde in den Fahrzeugunterlagen oder Rundschreiben darauf hinweisen, dass die Verwendung von nicht vom Werk freigegebenem Zubehör zu einem generellen Gewährleistungsverlust führt! Diese Aussage ist nicht korrekt – darauf weist nun der Branchenverband VDAT hin und klärt in einer breit angelegten Kampagne den Endverbraucher und Vertragshandel auf.

„Irregeführt durch solche Aussagen des Herstellers oder des Vertragshändlers greifen sicher viele Kunden nur auf Werkszubehör zurück, ohne sich über den wirklichen Rechtsverhalt zu informieren – zum Nachteil der unabhängigen Tuning- und Zubehörindustrie! Der Kunde wird in seiner Wahlfreiheit eingeschränkt und Individualisierung bedeutet eben auch am freien Markt auswählen zu können“, so Harald Schmidkte, Geschäftsführer des VDAT.

Der Fahrzeughersteller ist nicht verpflichtet, alle möglichen Teile auf die Gefahren hin zu überprüfen, die durch die Wechselwirkung mit seinem eigenen Produkt entstehen. Daher darf er zwar durchaus vor nicht von ihm freigegebenem Zubehör warnen. Aber es ist wichtig zu wissen, dass ein genereller Ausschluss der Gewährleistungsrechte des Käufers durch den Hersteller oder den Verkäufer rechtlich nicht zulässig ist! Einige Hersteller haben ihren Umgang mit Gewährleistungsansprüchen daraufhin bereits verbessert.

Auswirkungen auf die Gewährleistung hat die Verwendung nicht vom Hersteller
freigegebenen Zubehörs insofern, als dass in einem solchen Fall der Käufer beweisen muss, dass ein Schaden nicht auf das verwendete Zubehörteil zurückgeht. Dabei muss natürlich ein kausaler Zusammenhang zwischen dem defekten Serienteil und dem Zubehörteil bestehen. D.h., es kann kein Gewährleistungsanspruch z.B. für einen defekten Fensterheber abgelehnt werden, weil vom freien Zubehörmarkt Leichtmetallfelgen verbaut sind.

Der VDAT steht in ständigem Dialog mit der Öffentlichkeit und den Fahrzeugherstellern, um Aufklärungsarbeit zu allen Themen rund um Tuning und Zubehör zu leisten.
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