Tieferlegen und sparen - Fiskus darf nachträgliche Aufrüstung eines Firmenfahrzeuges nicht besteuern!

Mit dem Urteil VI R 12/09 hat der Bundesfinanzhof ein Urteil gefällt, welches durchaus positive Aspekte für die Tuning- und Zubehörbranche haben kann.

Im konkreten Fall ging es um den nachträglichen Einbau einer Flüssiggasanlage in ein Firmenfahrzeug mit Privatnutzung und die Auswirkungen auf die Bemessungsgrundlage der 1%-Regelung.

Der Bundesfinanzhof folgte den Argumenten der Klägerin und stellt in seinem Urteil fest, dass für die 1% Versteuerung des Arbeitnehmers gem. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG nur der inländische Listenpreis zuzüglich Sonderausstattungen zum Zeitpunkt der Erstzulassung herangezogen werden darf.

Der nachträgliche Einbau von zusätzlichen Ausstattungen in ein betriebliches Fahrzeug ist dagegen nicht als Bemessungsgrundlage des §6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG einzubeziehen.
Deshalb ermittelt sich die Bemessungsgrundlage der 1%-Regelung stets bezogen auf den Zeitpunkt der Erstzulassung nach dem inländischen Listenpreis zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschl. der Umsatzsteuer.

Obwohl sich o.g. Klage konkret auf den Einbau einer Flüssiggasanlage bezieht, kann die Urteilsbegründung als richtungsweisend in Bezug auf nachträgliche Umrüstungen betrieblicher Fahrzeuge mit Privatnutzung mit Tuning- und Zubehörteilen angesehen werden.
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