Ein tragischer Unfall kurz vor Ende des Rennens überschattete den packenden Sport.
Der dritte Lauf der Langstreckenmeisterschaft wurde auf Grund eines tödlichen Unfalls vorzeitig abgebrochen. Das sportliche Ergebnis rückt dadurch in den Hintergrund. Mit gedämpfter Freude bereiten sich die von ATS unterstützten Teams nun auf das 24-Stunden-Rennen vor.
Bad Dürkheim, April 2010: Herrliches Sommerwetter – im Frühjahr keine Selbstverständlichkeit in der Eifel – und ein packendes Starterfeld. Die Voraussetzungen für den dritten Lauf in der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring hätten nicht besser sein können. Jedoch geriet das Renngeschehen nach 22 Runden zur Makulatur, als auf Grund eines tragischen Unfalls die Veranstaltung vorzeitig beendet wurde. „Heute wurde uns leider allen extrem vor Augen geführt, wie nahe Freud und Leid in unserem Sport zusammen liegen können“, äußert sich Harald Jacksties, Leiter Marketing bei ATS, zu der beklemmenden Stimmung nach dem Rennen am Nürburgring.
Somit war die Freude bei den mit Motorsporträdern von ATS ausgerüsteten Teams verständlicherweise äußerst verhalten. Obgleich sich das sportliche Abschneiden der
Mannschaften mit dem Technik-Support aus Bad Dürkheim einmal mehr sehen lassen konnte. In der Klasse SP3 T für Fahrzeuge mit Zweiliter-Turbomotor kämpfte sich das Seat-Duo Jacksties/Lorenzo mit einer taktischen Meisterleistung und einem vorgezogenen Boxenstopp kurzzeitig sogar auf Rang eins nach vorne. Durch den kurz darauf erfolgenden Rennabbruch wurde das Ergebnis eine Runde vor dem Stopp gewertet, was Platz drei in der Klasse bedeutete. Der knallgelbe Seat Leon komplettierte aber letztlich die Dominanz der mit ATS-Motorsporträdern ausgerüsteten Teams. Denn auch die ersten beiden Plätze belegte Motorsport-Know-how aus Bad Dürkheim. Zudem fuhr das Fahrer-Duo Frank Lorenzo und Harald Jacksties mit dem dritten Rang im Rennen in der Meisterschaftswertung des Seat
Leon-Cups auf Rang 2 vor – mit nunmehr lediglich 0,28 Punkte Rückstand auf den Meisterschafts-Führenden Seat Leon.
In der kleineren Hubraumklasse SP2 T konnte ATS durch die beiden Mini Cooper S von Schirra Motoring einen Doppelsieg verbuchen. Und auch in der Klasse SP3 spielten die Motorsporträder aus Bad Dürkheim an der Spitze mit. Dabei war der dritte Platz des Honda S2000 von Mäder Motorsport nur eine Nebensache. Denn die Mannschaft, um Teamchef Ronnie Mäder, sah den Start beim dritten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring nur als Testeinsatz für das 24-Stunden-Rennen an. Und mit der hervorragenden Leistung bei der Generalprobe geht man gestärkt in die Langstreckenhatz, die das Material und dabei natürlich auch die Felgen auf eine ganz besonders harte Probe stellt.